Foto: Matthias Friel
Stille Wintertage im Gutshaus Krummin: Warum sich Usedom jetzt besonders lohnt
Wenn der Wind über das Achterwasser streicht und feine Eiskristalle an den Fenstern tanzen, beginnt im Gutshaus Krummin eine Jahreszeit, die leiser ist – und gerade deshalb so besonders. Während an der Ostseeküste vielerorts der Sommer das Maß aller Dinge ist, gehört der Winter hier ganz denjenigen, die die Ruhe lieben, das Rascheln des Schilfs, das Knacken des Kamins und den Luxus, Zeit zu zweit zu haben.
Winterruhe statt Alltagstrubel
Draußen liegt das Dorf still, nur das ferne Rufen der Möwen und das Knirschen des Frosts unter den Schuhen begleiten den kurzen Weg hinunter zum Naturhafen. Die Stege sind verwaist, das Wasser glatt wie Glas – und genau in diesem Moment spürt man, wie gut es tut, dass die Welt hier langsamer geworden ist.
Wer durch Krummin spaziert, trifft im Januar und Februar mehr auf Stille als auf Stimmen – und doch ist nichts leer, sondern sanft und voller Atmosphäre. Jeder Schritt führt zurück in die eigene Mitte: entlang des Ufers, vorbei an der Kirche, hinauf zur Dachterrasse des Gutshauses, wo der Blick über Dächer, Bäume und das winterliche Wiek schweift.
Ein Zuhause auf Zeit für zwei
Im Gutshaus wartet schon die Wärme: das leise Knistern im Kamin, eine Decke bereitgelegt, eine Kanne Tee oder ein Glas Wein auf dem Tisch. Die Ferienwohnungen sind Rückzugsorte, in denen man den Tag auch einfach in Stricksocken und Pullover verbringen darf – lesend am Fenster, im Gespräch vertieft oder schweigend, während draußen die Wolken über die Landschaft ziehen.
Es ist die Art von Urlaub, bei der kein Programm nötig ist, um ihn besonders zu machen. Man steht auf, wenn die erste Helligkeit durchs Fenster fällt, frühstückt im eigenen Tempo und lässt sich vom Tag treiben: vielleicht ein später Spaziergang, vielleicht ein Nachmittag im Warmen, während der Winter vor der Tür bleibt.
Kleine Ausflüge, große Nähe
Wer sich doch hinauswagen möchte, findet auf Usedom gerade im Winter eine ganz eigene Poesie: fast leere Strände, ein weiter Horizont, die klare Luft über der Ostsee. Ein Ausflug ans Meer, eine kurze Fahrt in eines der Seebäder für einen Kaffee oder eine wärmende Suppe – und danach zurück nach Krummin, dorthin, wo die Insel wieder leise wird.
Von hier aus lassen sich Winterwanderungen, Genussmomente und kleine Wellness-Auszeiten ideal verbinden. Die Rückkehr ins Gutshaus fühlt sich dabei jedes Mal an wie Ankommen: Schuhe abstreifen, Jacke an den Haken, und schon wartet der vertraute Duft von Holz, Wärme und Geborgenheit.
Zeit, die sich nach innen wendet
Der Winter in Krummin ist keine Jahreszeit für To-do-Listen – er ist eine Einladung, Dinge endlich nicht mehr zu müssen. Eine Einladung, lange Gespräche zu führen, Pläne zu schmieden, gemeinsam zu kochen oder einfach nebeneinander zu sitzen und dem leisen Ticken der Uhr zuzuhören.
Am Ende bleibt oft nur ein Gedanke: Eigentlich war es genau dieser ruhige, unaufgeregte Winter, nach dem man sich schon lange gesehnt hat – man musste ihn nur finden, an einem stillen Ort wie Krummin.